Damit man Wertpapiere kaufen und verkaufen kann, muss man als Anleger von Geldsummen ein Wertpapierdepot bei einer Sparkasse oder Bank eröffnen. In diesem Wertpapierdepot wird dann das Geldinstitut die entsprechenden Unterlagen verwalten. Doch ist ein solches Aktiendepot jedem zugänglich? Und wie ist es mit den Gebühren bei einem Wertpapierdepot?
Von der Aktenzeit zur Datenzeit
Aus früheren Zeiten sind Wertpapiere als das bekannt, wonach sich die Bezeichnung auch anhört: Aufwendig gestaltete Schriftstücke waren mit einem bestimmten Wert gekennzeichnet und fügten sich in ihrer Gesamtheit zu einem Wertpapierdepot zusammen – heute jedoch werden als Aktien einzelne Dateneingaben bezeichnet, die jeweils einem Kundenkonto zugeordnet sind, welches bei einer Bank geführt wird.
Verfügbarkeit rund um die Uhr
Was sind dies für Daten? Es ist dies eine gesamte Datensammlung, die Aussagen über die Wertpapiere eines Kunden beinhaltet: Was hat er gekauft bzw. verkauft? Sind es Fonds, Zertifikate, Anleihen oder anderes? Im elektronischen Zeitalter nun entfällt der Gang zur Bank – man kann zu jeder Stunde über sein Aktiendepot verfügen, d. h., ohne Zeitgrenzen Verkäufe bzw. Käufe anmelden.
Natürlich sind Depotkonten nicht nur Einzelkonten. Wie von Girokonten bekannt, funktionieren hier Gemeinschaftskonten:
(a) jeder Kontoinhaber kann unabhängig vom anderen über das Aktiendepot entscheiden (“Oder-Konto”) oder
(b) nur durch die gleichzeitigen Unterschriften aller Inhaber werden Verfügungen ausgelöst (“Und-Konto”).
Die Aktie: Handel aus Verantwortung
Die Börse jedoch ist nicht der Willkür Einzelner unterworfen: Aktien, die dort (wenn auch elektronisch) gehandelt werden, erfahren dies nur im Rahmen von gesetzlichen Regeln, die von der Deutschen Börse überwacht werden. Dies, weil man – selbst wenn man ein kostenloses Wertpapierdepot führt – ja Entscheidungen über Arbeitsplätze, also Menschen trifft, wenn man nun auch über den Kauf von einer einzigen Aktie verfügt. Dies ist vielleicht bei einer anonym gehaltenen Internet-Aktion nicht wirklich nachvollziehbar, entspricht jedoch der Realität. Jedes Wertpapierdepot (im Vergleich zu anderen Geldanlagen) birgt somit und tatsächlich stets den Auftrag, zwischen persönlichem Gewinn und sozialer Verantwortung abzuwägen.
Jeder entscheidet über Arbeitnehmer
Viele Entscheidungen liegen somit der Welt der Aktien zugrunde – viele Einzelverfügungen vieler Aktionäre, viele Investitionen vieler Unternehmen, viele Handgriffe vieler unter Druck stehender Arbeitnehmer. Was man nun kauft, was man kaufen sollte, wie man den Aktienmarkt sehen sollte, wie solch ein Depot das eigene Alltagsleben des Privatmanns beeinflussen könnte – all das und viel mehr kann für den bewussten Verbraucher im Detail auf der Webseite wertpapierdepot.com verfolgt werden. Denn nach dem “Girokonto für jedermann” gilt schon seit Langem auch das (“Online-)Aktienkonto für jedermann” – der Weg, auf Unternehmensgewinne Zugriff zu bekommen und unter Unternehmensverlusten zu leiden, steht jedem offen.
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