Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist wohl die wichtigste Versicherung überhaupt, das Risiko eines Unfalls oder einer Erkrankung die zu einer Berufsunfähigkeit führt ist sehr hoch. Hier sollte man sich nicht auf sein Glück verlassen. Diese Versicherung ist jedem nur zu empfehlen, denn bei einer Berufsunfähigkeit steht man auf einmal mit leeren Händen da. Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann als Zusatzversicherung zur Renten oder einer Lebensversicherung abgeschlossen werden, oder auch als eigenständige Versicherung. Hierbei ist es nicht relevant welchem Berufsstand man angehört, im Folgenden ist diese Versicherung für alle zu empfehlen.
Arbeitnehmer sind grundsätzlich über eine Genossenschaft und die gesetzliche Rentenversicherung abgesichert, jedoch ist hier die Frage wie viel hat man bei einer Berufsunfähigkeit von diesen Stellen zu erwarten. Bevor man sich selbst versichert, sollte man unbedingt durchrechnen welche der Versicherungen die meisten Vorteile in sich birgt. Denn auch die gesetzlichen haben ihre Tücken, gerade Berufseinsteiger können erst nach fünf Jahren mit einer geringen Entschädigung rechnen. Auch bei einer Teilzeittätigkeit kann der Arbeitnehmer mit nichts rechnen. Hier sind separate Berufsunfähigkeitsversicherungen der sichere Weg zu einer Berufsunfähigkeitsrente.
Freiberufler sind in der Regel über ein Versorgungswerk abgesichert, jedoch sind hier die Leistungen oftmals sehr gering. Ob und wie Hoch die Ansprüche sind muss immer im Einzelfall geprüft werden, meist sind diese etwas höher als bei den gesetzlichen. Doch keinesfalls hoch genug um den Lebensstandard zu halten. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann hier als zusätzliche Absicherung, die Berufsunfähigkeitsrente aufbessern.
Selbstständige sind für sich selbst Verantwortlich, hier gibt es keine gesetzliche Regelung. Die Ausnahme machen die Handwerksmeister, diese können sich entscheiden ob sie in die gesetzliche Versicherung eintreten. Jedoch müssen mindestens 216 Pflichtbeiträge eingezahlt werden, bevor diese Versicherung greift. Auch hier sollte errechnet werden welche Absicherungssumme man im Falle einer Berufsunfähigkeit erhält und notfalls die Versorgungslücke mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung stopfen. Jedoch wird bei einer Berufsunfähigkeits- Versicherung nur das persönliche Einkommen abgesichert, nicht das der etwaigen Angestellten.
Der Beamte hat in der Regel erst nach langer Dienstzeit einen Anspruch auf eine Versorgung bei Berufsunfähigkeit. Im Schnitt kann man von 10 Jahren Dienstzeit ausgehen, bevor die Versorgungsbezüge ausreichen um den Lebensstandard zu halten. Hier empfiehlt sich eine Dienstunfähigkeitsversicherung. Doch sollte man auch hier genau durchrechnen wie viel man von der Dienststelle als Versorgung erhält und den restlichen Betrag durch eine private Dienstunfähigkeitsversicherung aufstocken.

Die Hausfrau oder der Hausmann haben keine Ansprüche auf eine Grundversorgung bei einem Ausfall. Diese Berufsgruppe sollte sich auf alle Fälle absichern, mittlerweile haben einige Versicherer diese Personengruppe auch in die Versicherungspolicen mit einbezogen. Denn einen Haushalt zu führen ist ein Vollzeitjob und auch die Risiken sind gerade im Haushalt sehr hoch. Schnell ist man die Treppe heruntergestürzt oder hat sich Verbrennungen zugezogen. Um zu errechnen wie hoch man sich absichern sollte, kann man einmal kalkulieren wie viel man für eine Haushaltshilfe bezahlen muss. Dies sollte dann die Abgesicherte Summe sein.
Ebenso sollten sich Schüler und Studenten absichern, denn gerade hier besteht das Problem das im Falle einer frühzeitigen Berufsunfähigkeit keine Versorgungsansprüche bestehen. Da Schüler und Studenten keine Rentenversicherungsbeiträge abführen, besteht auch kein Anspruch. Hier sollten die Eltern für eine Absicherung sorgen, denn nicht nur den Kindern kann dies eine finanzielle Unterstützung sein. Gerade für die Eltern, die im Falle einer frühzeitigen Berufsunfähigkeit finanziell sehr belastet werden, kann dies eine sehr große Hilfe sein.
Das gleiche gilt auch für Berufseinsteiger und Auszubildende, hier sollte man auf jeden Fall eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Auch wenn schon Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung abgeführt werden, greift diese erst nach 5 Jahren ab Einzahlungsbeginn. Der Auszubildende ist in der Ausbildungszeit nicht abgesichert, auch hier sollten die Eltern eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Einige Versicherer bieten hier sogar Auszubildenden Tarife an. Wie hoch man sich absichert, sollte man sich errechnen, hier gilt Regel durchschnittliches Gehalt im Beschäftigungsverhältnis.
Um so eher man sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet, umso günstiger kann man die Beiträge halten. Deutlich teuerer wird es ab 40 Jahren. Auch sind die Berufsgruppen entscheidend welcher Betrag als Beitrag fällig wird, die Versicherungen unterteilen dies in verschiedene Risikogruppen.
Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung zeichnet sich durch den Verzicht auf abstrakte Verweisung. Dies bedeutet für den Versicherten, kein Verweis auf einen anderen Beruf durch die Versicherung.
Kurze Prognosen, hier erkennt der Versicherer die Berufsunfähigkeit an, wenn ein Arzt diese für eine kurze Zeit festlegt.
Rückwirkende Zahlungen, der Versicherer bezahlt rückwirkend. Auch wenn der Versicherte die Berufsunfähigkeit verspätet beim Versicherer meldet.Nachversicherungsgarantie, dies ermöglicht dem Versicherten eine nachträgliche Änderung in der Police. Dies ist bei veränderten Einkommensverhältnissen ein sehr großer Vorteil.
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